Cuni's Welt

...aus dem Leben eines Helden
 

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Ein Held in Kinderschuhen... Teil IV - Warum Glas nichts für kleine Kinder ist...

...der Raum der sich hinter dem ersten Raum verbarg bot mir plötzlich ein ganz anderes Bild. Zwar waren die Wände auch hier aus grauem kalten Stein, doch war von diesen nicht allzu viel zu sehen, denn der große längliche Raum (wäre er etwas schmaler gewesen, hätte man ihn als "Flur" bezeichnen können) wurde durch so viele, so große Fenster beleuchtet, dass man meinen könnte, er würde nur aus Glas bestehen! Fasziniert von diesem Anblick hielt ich einen Moment inne. Die Fenster waren nicht einfach nur aus Glas, nein, es schien fast so als würden sie leben! Wirklich durchsichtig war an diesem Glas fast nichts: es war ein wirres Farbspiel aus hunderten von unterschiedlichen Farben, von denen ich manche noch gar nicht kannte und je länger man hinsah, umso mehr hatte man den Eindruck, dass sich etwas in diesem Glas bewegt... oder dahinter? Ich war begeistert von diesem wundervollen Ort und beschloss, diesen Raum zu durchqueren, um nachzusehen ob mich dahinter noch mehr solcher Schönheiten erwarten würden.

...ich hätte vielleicht vorsichtiger sein sollen...

Als ich den Raum ungefähr zur Hälfte durchquert hatte, überkam mich eine Art kindliches Hochgefühl... Hier stand ich nun... inmitten von einem Meer aus Glas, mit einer echten Rüstung an den Schultern, einem echten Schild am Arm (ganz schön schwer so ein Ding!) und einem echten Schwert in der Hand (man sollte es übrigens vermeiden, mit den Fingern zu überprüfen, ob das Schwert auch scharf ist *autsch*). Ich straffte die Schultern und hieb mit dem Schwert nach einem unsichtbaren Feind. Gleichzeitig hob ich den Schild schräg über meinen Kopf, um mich vor den mörderischen Klauen meines imaginären Gegners zu schützen. "HA", schrie ich und vollführte eine elegante Drehung (der Tanzunterricht hat sich eben doch ausgezahlt, Paps!)... einen Hieb mit der Klinge, zwei geübte Ausweichtaktiken und einen kraftvollen Schildschlag später kam es schließlich, wie es kommen musste... ich vollführte gerade wieder eine meiner effektvollen Schwertpirouetten als ich aus dem Gleichgewicht kam (und wer schon einmal in einem schmalen Raum, der fast völlig aus Glas besteht eine aus dem Takt gekommene Pirouette mit einem Schwert dreht, ahnt sicher, was nun kommt...) und mit einem lauten Scheppern und Klirren die Spitze meines Schwertes in die nächstgelegene Scheibe rammte....

Ein weiteres Mal wurde ich verblüfft, als ich sah, dass doch mehr Leben in, oder viel mehr  h i n t e r  diesen Glasscheiben war, als ich dachte...

 Fortsetzung folgt...

10.11.09 18:52

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